Nachruf

Alfred RuthardAlfred Ruthard

9.4. 1959 — 26.4. 2008

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Am 26. April 2008 starb Alfred Ruthard. Er wurde am 9. April 1959 in Mainz-Kostheim geboren. Nach erfolgreichem Abschluss seiner Ausbildung als Elektroinstallateur im Jahre 1980, wurde er Zeitsoldat bei der Marine. Am 30. August 1982 begann er als Paketzusteller bei der Firma UPS in Gustavsburg.

Fünf Jahre später, im Herbst 1987 kandidierte Alfred Ruthard zum Betriebsrat. Zum ersten Mal gelang es, mit ihm als Spitzenkandidat auf der ÖTV-Liste, die Mehrheit der Sitze zu erringen in dem bis dahin von Arbeitgebervertretern dominierten Betriebsrat. Er wurde zum Betriebsratsvorsitzenden gewählt und blieb dies bis zu seinem Ausscheiden.

In den zehn Jahren seiner Tätigkeit als Betriebsratsvorsitzender prägte Alfred Ruthard in vielfältiger Wiese die politische Arbeit im Betrieb. Er hatte stets die Interessen der Beschäftigten im Blick. Er war Ansprechpartner für die Sorgen und Anliegen der Menschen im Betrieb. Er hörte zu, diskutierte und respektierte die Mehrheitsmeinung der gewerkschaftlichen Vertrauensleute oder des Betriebsrates auch dann, wenn das Ergebnis nicht seinem Votum entsprach. Nicht zuletzt seine Zuwendung und seine überzeugende Argumentation führte in dem Betrieb zu einem gewerkschaftlichen Organisationsgrad von rund 75 %. Obwohl es bei jeder Betriebsratswahl ein hartes Ringen um die vorderen Listenplätzen auf der ÖTV-Liste gab, blieb Alfred stets die unangefochtene Nummer eins.

Alfred Ruthard verhandelte hart und beharrlich mit den Vertretern der Geschäftsleitung. Dabei gelang es ihm, auch bei heftigen Auseinandersetzungen, einen moderaten und freundlichen Ton beizubehalten und so eine Verhandlungsatmosphäre zu schaffen, die den erfolgreichen Abschluss von vielen Betriebsvereinbarungen erst ermöglichte. Ob bei Betriebsversammlungen, vor dem Arbeitsgericht oder innerhalb der ÖTV, überall vertrat Alfred Ruthard die Interessen seiner Kolleginnen und Kollegen souverän und solidarisch.

Nachdem die Firma UPS den Standort des HUBs in Gustavsburg aufgab, verhandelte der Betriebsrat mit Alfred Ruthard an der Spitze einen Sozialplan, der wegen seiner Leistungen und Abfindungshöhen weit über die Grenzen von UPS hinaus bekannt wurde. Mit dem Ende des HUBs in Gustavsburg verließ auch Alfred Ruthard am 30. September 1997 das Unternehmen, nicht ohne zuvor seine Nachfolge im Amt geregelt zu haben. Als freigestellter Betriebsratsvorsitzender in einem Betrieb mit ca. 1000 Beschäftigten konnte er es sich nicht vorstellen, in dem verbleibenden Kleinbetrieb seine Tätigkeit fortzusetzen.

Noch im Herbst 1997 begann Alfred Ruthard - zunächst auf Honorarbasis - für die ÖTV Betriebsräte und Wahlvorstände zu schulen und neu gewählte Gremien zu unterstützen und zu begleiten. Von 1999 bis 2001 arbeitete Alfred Ruthard als Gewerkschaftssekretär mit befristetem Arbeitsvertrag für die ÖTV. Seine überaus erfolgreiche Arbeit für die Beschäftigten in Speditionen und Paketdiensten konnte Alfred Ruthard mit der Gründung von ver.di nicht fortsetzen.

Er machte sich deshalb selbständig und gründete das Seminarbüro SBR, um weiterhin sein praxisbezogenes Wissen an Betriebsräte und Wahlvorstände weitergeben zu können.

Seine letzte Betriebsratsschulung führte er im November 2007 durch. Alfred Ruthard kämpfte sein Berufsleben lang erfolgreich für die Interessen der abhängig beschäftigten Menschen; seinen letzten Kampf gegen die heimtückische Krebserkrankung konnte er nicht gewinnen. Er starb kurz nach seinem Geburtstag mit nur 49 Jahren in seiner Wahlheimat in Frankreich.

Sein Handeln wirkt über seinen Tod hinaus. Wir werden Alfred nicht vergessen.

Monika Hettwer

Kondolenzbuch

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Die Stimme, die uns vertraut war, schweigt.

Der Mensch, der immer für uns da war, ist nicht mehr.

Du fehlst uns.

Was bleibt, sind die dankbaren Erinnerungen an die wunderschöne Zeit, die wir mit Dir verbringen durften.

Manuela und Mara

Mit tiefster Bestürzung habe ich die Nachricht von Alfreds Tod vernommen, geschockt den Nachruf gelesen und doch momentan unfähig, das Gelesene zu begreifen.

Meine Gedanken sind natürlich bei Dir und Mara. Ich wünsche euch von hier aus die Kraft und die Stärke, um den Verlust dieses großartigen Menschen irgendwann verarbeiten zu können.

Da ist gewiss jetzt in dieser Situation kein Trost, aber irgendwann, in ferner Zukunft, werdet ihr froh sein, diesen Menschen geliebt zu haben und ihm so nah gewesen zu sein.

Ich persönlich erinnere mich gern an Alfred, der trotz aller Unwegbarkeiten Mensch geblieben war und hoffe, ihr werdet seine Arbeit in seinem Sinne weiterführen.

Mein herzliches Beileid an Euch und im Gedenken an einen tollen Menschen.

Uwe Reibold / Betriebsrat Logosys

Alfred, du hast uns alle auch in schlechten Tagen zum Lachen gebracht.
Ein reines Herz hast du uns gezeigt.
Ich hatte nicht die Gelegenheit mich zu verabschieden.
Aber ich bin mir sicher, dass wir uns wieder sehen werden sei es woanders mein Freund.

Dein Schüler: Hasan A. (Schlitzohr)

Tief bestürzt habe ich erst jetzt vom Tod meines Kollegen Alfred erfahren. Ich kann es noch gar nicht fassen, dass er nicht mehr unter uns ist.

Alfred war immer ein engagierter, rastloser gewerkschaftlicher Kämpfer unter schwierigen Bedingungen und ein starker Beistand von Betriebsräten und Gewerkschaftern. Allzeit ansprechbar und zur Stelle war er, wenn es um die Lösung betrieblicher Probleme ging!

Ich bin sehr traurig, behalte mir aber dieses Bild stets in Erinnerung.

Hermann Schaus MdL
ehemaliger Geschäftsführer der ötv-Darmstadt und ver.di Südhessen

Tief ergriffen erhielt ich die traurige Nachricht vom Tod von Alfred.
Alfred wird mir immer in guter Erinnerung bleiben.
Meine aufrichtige Anteilnahme gehört der Familie und allen Angehörigen.

Waltraud Damjanic
ver.di Bezirk Südhessen

Mein herzliches Beileid an Euch und im Gedenken an einen engagierten Menschen.

Gerhard Kronenberger - Rodgau -

Ein Anruf und das gewohnte Alltagsleben gerät aus den Fugen.
So ging es mir, als ich am Telefon von Alfreds schwerer Erkrankung erfuhr und nicht helfen konnte. Mir blieb nichts als Hoffen und Bangen, ich konnte nur in Gedanken bei einem lieben Freund sein.
Das tat weh und tut es immer noch.

Seit der traurigen Nachricht denke ich gerne an eine schöne, gemeinsame Zeit zurück und hoffe, Alfred irgendwo und irgendwann einmal wiederzutreffen.
Wo auch immer.

Bis dahin gehören meine Gedanken und meine aufrichtige Anteilnahme Manuela und allen Angehörigen.

Jürgen Riplinger
Riplinger Ideenzentrum Wörrstadt

Über einen Freund und gemeinsamen Schulkamerad von Alfred habe ich die traurige Nachricht erfahren. Sie hat mich sehr getroffen.

Viele Bilder schossen mir plötzlich durch den Kopf:
Von gemeinsam unternommenen Schulausflügen, Ein Zelttrip im Gonsenheimer Wald,
Endlose Diskussionen im Schulhof, Zufällige Treffen in Kostheim und zuletzt die Klassentreffen,
die unter seiner Mitwirkung zustande gekommen sind.  

Viele Namen fallen mir plötzlich für ihn ein:
Alfred der Quirlige
Alfred der Lustige
Alfred der Organisator
Alfred der Gerechte
Alfred der Helfer
Alfred der Kämpfer

Ich weiß was es heißt mit der Krankheit Krebs zu leben – 2 Jahre schon, aber
ich weiß nicht was es heißt einen Menschen dadurch zu verlieren.

Warum muss das Leben so ungerecht sein?

Martina Brandl
-eine Schulkameradin-

Alfred war für uns ein ganz besonderer, angenehmer und feiner Mensch, der für jeden immer da war. Man hat sich in seiner Nähe sehr wohl gefühlt. Er hat mit sehr viel Feingefühl mit Menschen umgehen können. Sein Tod hat uns sehr getroffen! Wir werden diesen einzigartigen Menschen sehr vermissen. Uns bleiben jetzt nur noch die schönen Erinnerungen an unsere Freundschaft.

Es schmerzt so sehr, einen guten Freund zu verlieren!

Manuela und Mara gilt unser Beileid und unsere Trauer

Martina , Renè & Oliver Mehren

Alfred,
Mitstreiter-Streiter-Streiker-Kämpfer-
wir haben uns miteinander auseinandergesetzt.
Wir waren nicht immer einig.
Er hatte mehr Probleme mit der alten ÖTV als ich.
Zumindest hat er das so gesehen.
Zurecht! ?
 
Die Besten sterben zuerst?!
 
Es gibt Kollegen die ich nicht vergesse.
Alfred ist so ein Kollege.
 
Es tut mir sehr leid ihn jetzt schon verloren zu haben.
 
Michael Kalis
Konzernbetriebsratsvorsitzender
Kühne u. Nagel
Deutschland

Lieber Alfred,

du sagtest mir "Ich bin jetzt Licht"...
Ich sage : Du warst es schon immer !

"Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für die Augen unsichtbar !"
Der kleine Prinz

Nein, du bist nicht weg ! Du bist uns näher als je zuvor. Wenn ich die Augen schließe sehe ich dich lachen.
Du möchtest nicht, dass wir weinen. Du bist zuhause...und für immer in unseren Herzen !

In Licht und Liebe, Andrea und Sarah

Bunt leuchtet er am Himmelszelt,
zu Füssen liegt ihm unsere Welt.
Bringt uns Hoffnung, bessere Zeiten,
ist Brücke in die himmlischen Weiten.

Gib mir die Hand und folge mir,
Leid und Schmerz lassen wir hier.
Rot und Gelb und Blau und Grün,
lass uns in den Himmel ziehn !

Wir folgen dem bunten Strahl ins Licht,
tanzen und lachen und sorgen uns nicht.
Den Bogen aus Farbenpracht findest du selbst in dunkler Nacht,
denn in unseren Herzen steckt seine Macht !

Der Regenbogen..........................................

Wir sind zutiefst betroffen und traurig.

Alfred, Du warst ein Mensch der immer Gelassenheit und Ruhe ausgestrahlt hat, und Du hast jede Situation humorvoll gemeistert. Wir haben schöne Abende mit Dir und Manuela verbracht. Und auch seit Ihr nach Frankreich gezogen seid, haben wir oft an Euch Beide gedacht.

Dies wird so bleiben – wir werden Dich nie vergessen Alfred!

Euch, Manuela und Mara, wünschen wir auf diesem Wege ganz viel Kraft sowie Familie und Freunde, die Euch Halt geben können.

Simone und Boris

Alles war so selbstverständlich,
dass wir miteinander sprachen,
gemeinsam nachdachten,
zusammen lachten.
Alles war so selbstverständlich,
nur das Ende nicht.

Als die Kraft zu Ende ging,
war es kein Sterben,
es war Erlösung.
Doch wer im Gedächtnis seiner Lieben lebt,
der ist nicht tot,
der ist nur fern.
Tot ist nur,
wer vergessen wird.

Wir werden Alfred nicht vergessen!

Monika Prescher
im Namen des Betriebsrates
GHP Dialog Services GmbH
Betriebsstätte Pulsnitz

Manche Menschen treten in unser Leben
und begleiten uns eine Zeit lang.
Einige bleiben aber für immer, denn
sie hinterlassen Spuren in unserem Herzen.

Antje Dillmann, Udenheim

Lieber Alfred,

wir kannten dich nicht lange, trotzdem hatten wir dich, in dieser kurzen Zeit sehr gern gemocht.
Wir sind zu tiefst erschüttert gewesen als wir davon erfuhren. Es hat uns sehr weh getan, so einen wunderbaren Menschen wie dich zu verlieren. Das ist dann so ein Moment im Leben, dass man die Welt wieder nicht versteht.
Wir sind wirklich sehr traurig darüber.
Ich hoffe und glaube wirklich fest daran, dass man sich bestimmt irgendwann, irgendwo und irgendwie wieder sehen wird.
Wir hoffen du Ruhst in Frieden.
Wir wünschen den Angehörigen viel Geduld und alles alles Liebe für die Zukunft und hoffen diesen Schmerz bald möglichst verabeitet zu haben.
 
Devrim Arslan und der Betriebsrat der APS GmbH

Von guten Mächten wunderbar geborgen,
erwarten wir getrost, was kommen mag.
Gott ist bei uns am Abend und am Morgen
und ganz gewiss an jedem neuen Tag
(D.Bonnhoeffer)

das wünsche ich der Familie.
Sandra Wiegard

In unseren Herzen hast Du Spuren hinterlassen, deshalb werden Dich nie vergessen.

Rolf Adamopoulos
Betriebsratsvorsitzender
UPS Deutschland Inc. & Co OHG
Am Kupferwerk 12
65462 Gustavsburg

 

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