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Social media und Arbeitsrecht
Welche Mitbestimmungsrechte hat der Betriebsrat?

Die in diesem Seminar vermittelten Kenntnisse sind für eine
sach- und fachgerechte Betriebsratstätigkeit gemäß § 37 (6) BetrVG erforderlich.

Die digitale Welt ist nicht nur ein unverzichtbarer Bestandteil jedes Arbeitsplatzes geworden, sondern sie nimmt auch immer größeren Raum in der arbeitsgerichtlichen Rechtsprechung und damit auch in der Betriebsratsarbeit ein.

Da verliert ein Azubi seinen Ausbildungsplatz, weil er seinen Arbeitgeber auf seinem XING-Profil als Menschenschinder bezeichnet. Da suspendiert die Stadt Düsseldorf mehrere Feuerwehrleute vom Dienst, weil sie auf Facebook die ausstehende Bezahlung von Überstunden anprangern. Da werden Stewardessen abgemahnt, weil sie abfällig über Fluggäste twittern und Erzieher, die bei
YouTube über schwierige Schüler herziehen. Die Zahl einschlägiger Urteile deutscher Arbeitsgerichte hat spürbar zugenommen – mit durchaus unterschiedlichem Ausgang.

Auf der anderen Seite richten immer mehr Unternehmen eigene Facebook-Seiten ein, fordern ihre Mitarbeiter zum Twittern über den Firmen-Hashtag auf, screenen systematisch potentielle Bewerber über deren Facebook- und XING-Profile. In vielen Firmen und Bereichen kann man mittlerweile gar nicht mehr genug davon kriegen, die gesamte Klaviatur crossmedialer Instrumente rauf und runter zu bespielen. Was letztlich dazu führt, dass sich Arbeitnehmer immer intensiver als
Berichterstatter mit und ohne Auftrag ihrer Verlage auf Social-Media-Plattformen tummeln.

Immer dann, wenn bei privaten Netzwerken Unternehmensinteressen berührt sind, kann es dem
Betriebsrat nicht egal sein, welcher der Kolleginnen und Kollegen sich wie im Netz verhält. Denn schließlich kann dies zu arbeitsrechtlichen Folgen bis hin zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen führen, bei denen man als Mitarbeitervertretung beispielsweise bei der Anhörung nach § 102 BetrVG
gefordert ist. Sobald aber auch während der Arbeitszeit privat in sozialen Netzwerken gesurft wird, kommt ganz schnell die betriebliche Mitbestimmung zum Tragen. Denn der Arbeitgeber kann den Einsatz von Social-Media-Plattformen zwar regeln und überwachen, doch hat er dabei die Rechte des Betriebsrates ebenso zu berücksichtigen wie die Persönlichkeitsrechte der betroffenen Arbeitnehmer.


Themenschwerpunkte des zweitägigen Seminars:

Zwischen Treuepflicht und Meinungsfreiheit
• Facebooken, twittern, skypen, bloggen, chatten während der Arbeitszeit?
• Verschwiegenheitsgebot, Loyalitätspflicht und die Persönlichkeitsrechte
• Verrat von Geschäftsgeheimnissen, unternehmensschädigende Äußerungen, Beleidigungen usw.
• Arbeitsrechtliche Folgen bei Pflichtverstößen
• Haftung & Schadensersatzpflichten des Arbeitnehmers
• Urheberrechte und das Recht am eigenen Bild

Datenschutz und Arbeitnehmerkontrolle
• Welche Daten darf der Arbeitnehmer in privaten Netzen posten?
• Welche Daten darf der Arbeitgeber in privaten Netzen erheben, welche weitergeben?
• Private Nutzung am Arbeitsplatz: Wieviel Überwachung ist zulässig?
• Online-Recruiting und Beschäftigtendatenschutz

Social Media und die Mitbestimmung
• Nutzungsverbote und –beschränkungen sowie Kontrollen am Arbeitsplatz
• Betriebsvereinbarungen, Ethik- und Verhaltensrichtlinien für Smartphone, Facebook, Twitter & Co.
• Online-Darstellung von Beschäftigten im Firmeninternet und -intranetauftritt
• Wem gehören die im Dienst generierten Social-Media-Daten?
• Social Media als Kommunikationsplattform der Betriebsratsarbeit: Möglichkeiten und Grenzen

Rund um die Uhr erreichbar in der schönen, neuen digitalen Welt?
•  Wie weit reicht das Direktionsrecht bei der Nutzung von Smartphone, Facebook, Twitter & Co.?
• Arbeitszeitgesetze und Social-Media-Nutzung

Das Seminar lässt sich auch beliebig mit anderen arbeitsrechtlichen oder betriebsverfassungsrechtlichen Themen kombinieren.

 

Ein solches oder ähnliches Seminar können wir auch in Ihrem Unternehmen durchführen, ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen.
Nehmen Sie unverbindlich Kontakt auf, wir beraten Sie gerne!

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